Schon während der Schwangerschaft haben Babys immer mal wieder Schluckauf und lassen bei ihren schwangeren Müttern die ganze Bauchdecke wackeln. Und es ist ja auch irgendwie süß, wenn Schluckauf beim Baby sich schon so früh bemerkbar macht!
Schluckauf tritt schon ab der 22. Schwangerschaftswoche auf. Ursache sind plötzliche Verkrampfungen des Zwerchfells, die in der Regel harmlos sind und bald wieder vorübergehen.
Auch nach der Geburt tritt Schluckauf bei Säuglingen immer wieder auf. Was viele nicht wissen: Schluckauf hat eine wichtige Funktion. Grund zur Sorge besteht nicht.
Das Baby hat Schluckauf: Was tun?
Schluckauf wird durch eine Reizung des Zwerchfellnervs (Nervus phrenicus) verursacht.
Auslöser können verschiedene Dinge sein: zu hastiges Schlucken, sehr heiße oder sehr kalte Speisen oder Getränke, Getränke mit Kohlensäure oder scharfes Essen. Wenn sich das Zwerchfell dadurch verkrampft, schließt sich die Stimmritze zwischen den Stimmbändern.
Manche gehen davon aus, dass Schluckauf eine Schutzfunktion hat: Durch das kurzzeitige Schließen wird verhindert, dass Nahrung in die Luftröhre gelangt. Trifft eingeatmete Luft auf diese Barriere, entsteht das, was wir als Schluckauf kennen.
Wie fühlt sich Schluckauf für Babys an?
Viele Eltern fragen sich, ob Schluckauf für ihr Baby unangenehm oder sogar schmerzhaft ist.
Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen nimmt ein Baby den Schluckauf nicht als störend wahr. Anders als Erwachsene erschrecken sich Babys selten über die ruckartigen Bewegungen des Zwerchfells.
Das liegt daran, dass das Nervensystem noch nicht vollständig ausgereift ist. Reize werden anders verarbeitet, viele Abläufe laufen automatisch ab. Schluckauf gehört für Babys einfach zu diesen körperlichen Reflexen.
Oft sind es die Eltern, die sich sorgen, während ihr Baby ruhig weitertrinkt, entspannt liegt oder sogar tief und fest schläft. Solange euer Baby entspannt wirkt, gut trinkt und sich wohlfühlt, besteht kein Grund zur Beunruhigung.
Friert euer Baby vielleicht?
Neben der vermuteten Schutzfunktion kann auch Kälte ein Auslöser für Schluckauf sein. Möglicherweise friert euer Baby.
Ob das der Fall ist, könnt ihr einfach prüfen: Fühlt den Nacken eures Babys. Ist er kühl, kann das ein Hinweis auf Frieren sein. Kalte Hände und Füße allein sind dagegen kein zuverlässiges Zeichen.
Friert euer Baby, solltet ihr es rasch wärmen – entweder durch wärmere Kleidung oder durch eure eigene Körperwärme.
Schluckauf nach dem Trinken – warum tritt er so häufig auf?
Gerade nach dem Stillen oder der Flaschenmahlzeit tritt Schluckauf besonders häufig auf. Der Grund ist meist harmlos: Beim Trinken schlucken Babys auch Luft.
Vor allem bei hastigem Trinken, starkem Milchfluss oder ungünstiger Trinkposition kann sich Luft im Magen sammeln. Diese übt Druck auf das Zwerchfell aus und löst Schluckauf aus.
Deshalb hilft es oft, das Baby nach dem Trinken aufstoßen zu lassen. Auch kurze Trinkpausen oder eine aufrechtere Haltung können vorbeugen.
Was kann man gegen hartnäckigen Schluckauf machen?
Schluckauf gehört zur Entwicklung eines Kindes dazu und ist vor allem in den ersten Lebenswochen ganz normal.
Mit zunehmendem Alter nimmt die Neigung zum Schluckauf ab, da die Nerven des Zwerchfells immer besser ausreifen.
Tipps wie Erschrecken, Luftanhalten oder ähnliche Methoden sind bei Babys ungeeignet. Es gibt jedoch sanfte Alternativen.
Wenn euer Baby Schluckauf hat, helfen oft diese 4 Möglichkeiten:
- Legt euer Baby über die Schulter wie beim Aufstoßen. Überschüssige Luft kann entweichen. Sanftes Klopfen auf den Rücken kann unterstützen.
- Haltet euer Baby hoch und blast ihm ganz sanft ins Gesicht. Das kann den Atemrhythmus verändern und das Zwerchfell entspannen.
- Stillen oder Trinken kann ebenfalls helfen, da sich das Zwerchfell dabei oft beruhigt.
- Ein warmes Kirschkernkissen auf dem Bauch kann bei hartnäckigem Schluckauf wohltuend wirken.
Übrigens: Schluckauf stört meist die Eltern mehr als das Baby. Viele Babys schlafen trotz Schluckauf tief und fest. Grund zur Sorge besteht in der Regel nicht.
Besonders hartnäckiger Schluckauf kann jedoch die Stimmung trüben. Eine Federwiege von swing2sleep sorgt auch dann für Entspannung. Das sanfte Auf und Ab wirkt beruhigend und kann helfen, das Hicksen zu lösen.
Wann solltet ihr bei Schluckauf genauer hinschauen?
Schluckauf allein ist kein Warnsignal. Eine ärztliche Abklärung kann sinnvoll sein, wenn weitere Auffälligkeiten auftreten.
Ein Gespräch mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt ist ratsam, wenn:
- der Schluckauf sehr häufig und über längere Zeit anhält,
- euer Baby dabei stark unruhig wirkt oder viel schreit,
- es regelmäßig große Mengen Milch wieder hochwürgt,
- oder das Trinken zunehmend verweigert.
Meist steckt auch dann keine ernste Ursache dahinter. Eine kurze Abklärung kann jedoch Sicherheit geben und euch entlasten.
Wie bekomme ich Schluckauf beim Baby weg?
Oft verschwindet Schluckauf von allein und braucht keine Behandlung.
Hilfreich kann sein, Dein Baby ruhig und aufrecht zu halten oder eine kurze Trinkpause einzulegen.
Solange Dein Baby entspannt wirkt, ist Schluckauf unbedenklich.
Welche Position bei Schluckauf Baby?
Eine aufrechte oder leicht erhöhte Position ist oft angenehm für Dein Baby.
Auch sanftes Anlehnen an Deine Brust oder Schulter kann beruhigend wirken.
Wichtig ist, dass Dein Baby sich sicher gehalten fühlt.
Warum hat mein Baby so viel Schluckauf?
Das Zwerchfell von Babys reagiert noch sehr empfindlich.
Schnelles Trinken, Luftschlucken oder ein voller Magen können Schluckauf auslösen.
Häufiger Schluckauf ist im Säuglingsalter meist normal.
Für was ist Schluckauf ein Zeichen?
Bei Babys ist Schluckauf meist ein Zeichen für ein noch unreifes Nervensystem.
Er tritt häufig nach dem Trinken oder bei Müdigkeit auf.
Solange Dein Baby ruhig bleibt und sich normal verhält, ist Schluckauf harmlos.














